LB Works / Liberty Walk – Was hat es mit der Japanischen Widebody Tuningschmiede auf sich?

Audi R8 mit Liberty Walk Kotflügelverbreiterung

Viele von euch kennen die Autos bestimmt schon aus Videos oder den sozialen Netzwerken – selbst Sidney Industries oder JP Performance haben bereits für eigene oder fremde Projekte die Liberty Walk Kotflügelverbreiterungen aus Japan verbaut. Wir zeigen euch den Hintergrund zu der Schmiede von „Kato“.

In den alten Tagen in Japans Tuning-Szene gab es die sogenannten „Kaido Racers„, die ihre Autos umbauten, indem sie Stoßfänger entfernten, Retro-Anbau Scheinwerfer aus einem anderen Auto verbauten und Kotflügelverbreiterungen installierten. Diese Zeit bildete die Wurzeln der alten Schule von einer traditionell japanischen Auto-Tuning Kultur. Diese Kultur wird von einigen geliebt, doch auch von vielen abgelehnt bzw. gehasst.

LB WORKS”, für viele einfach als “Liberty Walk” bekannt hat diesen Old School „Bosozoku“ Stil übernommen und an die besten Automobile der Welt angepasst. Das ist das Konzept hinter LB-WORKS.

Liberty Walks Anfänge entstanden, als 2008 ein alter und guter Freund auf Kato zukam und ihm den Wunsch äußerte, einen neueren, ebenso von Kato umgebauten Lamborghini zu besitzen. Zu dieser Zeit besaß der Freund einen Lamborghini Diablo mit verschiedenen Anpassungen von LB Works. Das neue Projekt war ein Murcielago und der Auftrag war, ihn noch einzigartiger und verrückter zu machen als den Diablo.

An diesem Punkt entschied sich Kato dazu, ein neues Bodykit für den Murcielago zu bauen – das erste Bodykit der Marke LB Performance, Liberty Walk.

nissan gtr mit kotflügelverbreiterung

Quelle: Instagram

Im Jahr 2009 machte ein LB Performance Murcielago seinen Weg über den Pazifischen Ozean nach Las Vegas zur größten Tuning-Ausstellung der Welt, der SEMA Show. Das war das weltweite Debüt von LB PERFORMANCE. Das Feedback von Presse und Besuchern war enorm, aber es führte zu keinem einzigen Auftrag für Bodykits. Trotz dieser Enttäuschung wollte Kato nicht aufgeben.

Bis 2012 hatte Liberty Walk den Murcielago erneut umgestaltet, diesmal aber mit den bekannten „Work Overfenders“ – Radkasten-Erweiterungen. Der neue Look wurde auf der SEMA Show 2012 als „LB WORKS“ benannt und eingeführt.
Die Leute waren schockiert, dass es ein Tuning-Unternehmen wagte eine Säge an der Karosserie eines Lamborghini anzulegen, dieses unbezahlbare Auto zu “zerschneiden” und dann Nieten auf Fiberglas-„Overfenders“ aufzuschrauben. Aber die Auswirkungen auf das, was LB WORKS erstellt hatte, war noch enormer als in den vergangenen Jahren und hielt an.

Im folgenden Jahr präsentierte LB WORKS auf der SEMA-Messe 2013 seinen Ferrari 458 Italia und seinen Nissan GT-R. Ein Jahr später führte LB WORKS seinen Aventador zusammen mit 4 weiteren neuen Modellen ein.

Seitdem hat sich das Unternehmen nicht verlangsamt. Sie entwickeln ständig neue Body-Kits für Modelle wie C63 AMG, BMW M4, Lamborghini Huracan und viele mehr.

Derzeit gibt es mehr als 200 LB WORKS Autos, die auf Japan’s Straßen fahren und mehr als 350 LB WORKS Projekte in anderen Ländern auf der ganzen Welt. Der „Works Style“ ist schon lange auch in Nord- und Südamerika, Asien, Europa und dem Nahen Osten angekommen und zu sehen.

Lamborghini Aventador mit Kotflügelverbreiterung

Quelle: Instagram

Liberty Walk hat vor kurzem begonnen, eine neue Linie von Bodykits für weniger teure Autos zu entwickeln. Das Line-Up heißt „LB STANCE„. Autos wie das Infiniti Coupé (Skyline Coupé in Japan) und BMW Mini Cooper können nun mit einem LB STANCE Bodykit ausgestattet werden. LB STANCE ermöglicht es dem Unternehmen, das japanische Customizing Styling einem breiteren Publikum auf der ganzen Welt vorzustellen.

Kato und die gesamte Liberty Walk Crew bemühen sich, Dinge zu tun, die sonst niemand zu versuchen wagt. Sie haben ihren eigenen Weg geschaffen und eine weltweite Bewegung begonnen.

Übrigens:
2016 hatte Liberty Walk auch seinen eigenen Stand auf der Essen Motorshow und hat auch vor 2017 wieder mit seinen extravaganten Fahrzeugen anwesend zu sein!

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